Ein verbreiteter Fehler bei der Baugrunderkundung in Karlsruhe ist die Annahme, dass ein gleichmäßiger Bohrabstand die Heterogenität der quartären Rinne ausreichend abbildet. Gerade im Stadtgebiet, wo sich die Niederterrasse mit mäandrierenden Kiesrinnen und feinkörnigen Altwasserfüllungen verzahnt, liegen tragfähige Schichten oft nur wenige Meter neben setzungsempfindlichen Böden. Die SPT-Bohrung liefert punktuelle Aufschlüsse, während die Vertikale Elektrische Sondierung (VES) flächige Widerstandsprofile aufzeichnet und verborgene Strukturen zwischen den Sondierpunkten sichtbar macht. Unser Labor führt die Messungen mit kalibrierten Vierpunkt-Geoelektrik-Anlagen durch und wertet die Pseudosections nach DIN 18134 sowie unter Berücksichtigung der Leitfähigkeitskontraste des Oberrheingrabens aus. So lassen sich Kiesbasis, Auffüllungsmächtigkeiten und Grundwasserhorizonte lückenlos kartieren, bevor die erste Rammkernbohrung ansetzt.
VES in Karlsruhe detektiert Kiesrinnen und Grundwasserhorizonte lückenlos zwischen Bohrpunkten – essenziell für die Gründungsplanung im Oberrheingraben.



