Ein Stahlgestänge mit Packer, eine Druckpumpe und ein Wasserzähler – mehr braucht es im Kern nicht, um einen Lugeon-Versuch im Festgestein oder einen Lefranc-Versuch im Kies der Rheinebene zu fahren. In Karlsruhe setzen wir diesen Feldversuch regelmäßig ein, weil die quartären Sedimente des Oberrheingrabens oft geschichtete Durchlässigkeiten aufweisen, die kein Laborversuch realitätsnah abbildet. Der Versuch läuft direkt im Bohrloch: Wasser wird unter definiertem Druck injiziert, die aufgenommene Menge pro Zeiteinheit ergibt den kf-Wert. Die Normen DIN EN ISO 22282-2 und -3 geben die Randbedingungen vor, und unser Team hält jede Vorgabe exakt ein. Für Baugruben mit hohem Grundwasserstand in Karlsruhe ist dieser Versuch oft die einzige belastbare Grundlage für eine wirtschaftliche Wasserhaltungsplanung. Ergänzend lässt sich das Ergebnis mit einer Korngrößenanalyse aus der gleichen Bohrung absichern.
Ein Lugeon-Wert von 1 bedeutet gering geklüftetes Gebirge – ab 5 Lugeon wird das Gebirge als stark durchlässig eingestuft und benötigt Injektionen.



