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KARLSRUHE
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SPT (Standard Penetration Test) in Karlsruhe – Normgerechte Bohrungen

Praxisnahe Geotechnik, feldgeprüft.

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Karlsruhe ist eine Stadt, die geotechnisch auf einem Fächer gebaut wurde – und das ist wörtlich zu nehmen. Der Fächergrundriss der barocken Planstadt liegt auf den mächtigen Lockersedimenten des Oberrheingrabens, wo Kies, Sand und Auelehm in unberechenbarer Wechselfolge auftreten. Wer hier ein Bauwerk plant, muss mit abrupten Wechseln der Tragfähigkeit auf kurzer Distanz rechnen. Der SPT (Standard Penetration Test) liefert uns in dieser Geologie die härteste Währung: Schlagzahlen, die direkt mit der Lagerungsdichte korrelieren. Unser Team führt die Sondierungen nach DIN EN ISO 22476-3 durch, mit automatischem Fallhammer und kalibriertem Gestänge, denn nur so sind die N30-Werte belastbar. Ergänzend setzen wir bei feinkörnigen Zwischenschichten den CPT-Versuch ein, um die undrainierte Scherfestigkeit kontinuierlich aufzulösen. In Karlsruhe haben wir gelernt, dass der Untergrund keine Kompromisse verzeiht – und wir auch nicht.

Im Oberrheingraben entscheiden oft zwei Schläge mehr oder weniger über das Gründungskonzept – wir zählen jeden.

Unsere Leistungsbereiche

Methodik und Umfang

Ein Klassiker, den wir in Karlsruhe immer wieder sehen: Das Planungsbüro übernimmt pauschal die SPT-Werte aus dem Baugrundgutachten des Nachbargrundstücks. Dann steht der erste Bagger auf der Baugrube und stellt fest, dass ab drei Metern Tiefe kein Kies, sondern eine Torflinse ansteht – und das ganze Aushubkonzept kippt. Der SPT ist kein Selbstläufer. Die Schlagzahlen müssen im Kontext der lokalen quartären Ablagerungen interpretiert werden, und genau das machen wir mit unserer Erfahrung aus dutzenden Projekten entlang des Rheingrabens. Unser Bohrteam dokumentiert jedes Sondierprofil vor Ort, inklusive Bodenansprache nach DIN 4022, und gleicht die Werte sofort mit den regionaltypischen Korrelationen ab. Das spart Rückfragen und verhindert böse Überraschungen bei der Bemessung von Fundamenten oder der Prüfung der Verflüssigungsgefahr in den sandigen Niederterrassen-Schichten, die Karlsruhe unterlagern.
SPT (Standard Penetration Test) in Karlsruhe – Normgerechte Bohrungen
Technische Referenz — Karlsruhe

Örtliche Baugrundfaktoren

Der Oberrheingraben ist eine der aktivsten seismischen Zonen Deutschlands. Karlsruhe liegt in der Erdbebenzone 1 nach DIN EN 1998-1/NA, mit Bemessungswerten der Bodenbeschleunigung, die für mitteleuropäische Verhältnisse beachtlich sind. In den locker gelagerten, wassergesättigten Sanden und Kiesen der Niederterrasse – typisch für die Rheinaue – ist das Potenzial für setzungsinduzierte Verformungen unter zyklischer Belastung real. Ein SPT mit zu niedriger Schlagzahl, falsch interpretiert, kann dazu führen, dass die Verflüssigungsanfälligkeit übersehen wird. Unser Ansatz ist konservativ: Wir korrelieren die SPT-N-Werte mit den Korrekturfaktoren nach Seed & Idriss und geben für jedes Profil eine klare Aussage zur Gefährdungsstufe. Gerade in den Stadtteilen entlang der Alb, wo der Grundwasserflurabstand oft unter zwei Meter fällt, ist diese Analyse kein nice-to-have, sondern bautechnische Pflicht.

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Normativer Rahmen

DIN EN ISO 22476-3:2012 – SPT-Verfahren, DIN 4022 – Benennung und Beschreibung von Boden, DIN 1054:2021 – Baugrund, Sicherheitsnachweise, DIN EN 1998-1/NA – Erdbebenzone 1, Oberrheingraben

Technische Parameter

ParameterTypischer Wert
NormverfahrenDIN EN ISO 22476-3 (SPT)
RammspitzeStandard 51 mm Außendurchmesser
SchlagenergieAutomatischer Fallhammer, ER 60 %
Bohrdurchmesser76 mm bis 152 mm je nach Tiefe
ProtokollierungSchlagzahlen je 15 cm (N30)
TiefenbereichBis 30 m im Lockergestein
KorrelationenLagerungsdichte, Reibungswinkel (nach DIN 1054)
MessunsicherheitNach DIN EN ISO 22475-1 dokumentiert

Gängige Fragen

Was kostet ein SPT in Karlsruhe?

Für eine Standard-Sondierung mit 3 bis 5 SPT-Versuchen im Stadtgebiet Karlsruhe liegen die Kosten zwischen €430 und €660. Der Preis hängt von der Bohrtiefe, der Anzahl der Versuche und der Zugänglichkeit des Geländes ab. Jedes Angebot beinhaltet die Mob-Demob-Mobilisierung, das Bohrprotokoll und den Kurzbericht. Wir erstellen vorab ein Festpreisangebot.

Wie tief bohren Sie für einen SPT in der Rheinaue?

In der Karlsruher Rheinaue bohren wir üblicherweise bis 15 Meter, in Einzelfällen bis 30 Meter. Die Tiefe richtet sich nach der Lage der tragfähigen Kies-Sand-Wechselfolge und der Gründungstiefe des Bauwerks. Wir stimmen das Bohrprogramm mit dem Baugrundgutachter ab.

Welche Norm gilt für den SPT in Deutschland?

Der SPT ist in Deutschland nach DIN EN ISO 22476-3 genormt. Ergänzend gelten die Anforderungen der DIN 1054 für die Ableitung von Bodenkennwerten und die Klassifizierung nach DIN 4022. Wir arbeiten mit kalibrierten Fallhammer-Systemen und dokumentieren die Energieeffizienz.

Können Sie die SPT-Werte direkt in ein Baugrundmodell übertragen?

Ja. Wir liefern die SPT-Daten als digitales Log im ASCII- oder AGS-Format. Die Profile lassen sich direkt in gängige FEM-Programme oder CAD-Systeme importieren. Auf Wunsch erstellen wir ein 3D-Schichtenmodell mit den korrelierten Bodenkennwerten für Karlsruhe.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Karlsruhe und Umgebung.

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