Karlsruhe liegt in einer geologischen Übergangszone. Nördlich der Stadt dominieren die quartären Kiese und Sande der Kinzig-Murg-Rinne, während südlich und östlich die mächtigen, teils setzungsempfindlichen Auenlehme und Beckentone des Oberrheingrabens anstehen. Diese räumliche Variabilität führt dazu, dass auf einem einzigen Baufeld Böden mit völlig unterschiedlichem plastischen Verhalten angetroffen werden. Genau hier setzt die Bestimmung der Atterberg-Grenzen an: Sie liefert die Kennwerte, die das Verformungsverhalten bindiger Schichten beschreiben. Für die Planung von Fundamenten oder die Setzungsprognose unter Bodenplatten in den Karlsruher Stadtteilen mit hohem Feinkornanteil ist das unverzichtbar. Unser Labor ermittelt Fließ- und Ausrollgrenze nach DIN 18122 und liefert belastbare Ergebnisse, die direkt in die geotechnische Bemessung einfließen.
Die Konsistenzzahl aus den Atterberg-Grenzen verrät uns mehr über die Vorbelastung eines Karlsruher Beckentons als jede Rammsondierung allein.



