Karlsruhe wuchs ab 1715 vom markgräflichen Fächerplan zu einem Knotenpunkt zwischen Schwarzwald und Rheinschiene. Wer hier baut, steht auf quartären Kiesen und Sanden des Oberrheingrabens – oft tragfähig, aber nicht homogen. Zwischen Durlach und der Rheinauen-Niederung wechseln die Bodenschichten auf kürzester Distanz. Eine Flachgründungsbemessung ohne lokale Baugrundkenntnis gleicht einem Blindflug. Unser Team analysiert Sohlspannungen, Grundbruchsicherheit und Setzungsdifferenzen nach EC 7-1 (DIN EN 1997-1:2009) für Einzel-, Streifen- und Plattengründungen. Gerade in den tonigen Zwischenhorizonten der Grabenfüllung ist eine realitätsnahe Kennwertermittlung entscheidend. Wir kombinieren die Bemessung mit einer Baugrunderkundung per Drucksondierung für durchgehende Tiefenprofile und ergänzen bei heterogenen Schichten die Sieblinienbestimmung zur Reibungswinkelkalibrierung.
Karlsruhes Rheinkiese tragen gut, aber Setzungsdifferenzen zwischen Terrassenkörpern und tonigen Grabenfüllungen erfordern eine präzise Flachgründungsbemessung nach EC 7.



