Karlsruhe liegt auf 115 m ü. NHN, mitten im Oberrheingraben – einem der tektonisch aktivsten Bereiche Deutschlands. Hier treffen quartäre Rheinsande und -kiese auf tertiäre Tone, was die Baugrunderkundung anspruchsvoll macht. Für Projekte auf diesem heterogenen Untergrund setzen wir die Drucksondierung nach DIN EN ISO 22476-1 ein: ein CPT (Cone Penetration Test), der Spitzendruck qc, Mantelreibung fs und Porenwasserdruck u2 in einem einzigen Messvorgang digital erfasst. In der Karlsruher Oststadt haben wir damit kürzlich eine 18 m mächtige Auelehm-Schicht aufgeschlossen, die mit klassischen Rammkernbohrungen kaum fassbar war. Wenn die geologischen Randbedingungen komplexer werden, kombinieren wir den CPT-Versuch mit einer SPT-Bohrung, um Schichtenverzeichnis und Probenmaterial parallel zur Drucksonde zu gewinnen.
Ein einziger CPT-Versuch ersetzt in gleichförmigen Sanden oft drei bis vier Sondierungen und liefert das durchgehende Porenwasserdruck-Profil, das für Setzungsprognosen in Karlsruhes Auelehm unverzichtbar ist.



