Oben die harte Kieskruste, darunter setzungsweicher Ton. Wer in der Fächerstadt baut, kennt das Risiko. Die oberrheinische Tiefebene hat Karlsruhe einen Untergrund beschert, der auf kürzester Distanz wechselt. In der Waldstadt trifft man auf mächtige Rheinschotter, in Knielingen auf bindige Auenlehme direkt über dem Grundwasser. Eine Baugrunderkundung nach DIN 4020 ist hier kein Verwaltungsakt, sondern der einzige Weg, die Tragfähigkeit realistisch einzuschätzen. Kornanalysen im Labor zeigen oft, dass ein optisch solider Kies weniger Feinkornanteil hat, als die Verdichtung erfordert. Unser geotechnisches Team kombiniert historische Bohrprofile mit aktuellen Feldversuchen, bevor die erste Schalung steht.
Die größte Gefahr in Karlsruhe ist nicht der schlechte Boden, sondern die unerwartete Wechsellagerung in der Tiefe.









