GEOTECHNIK
KARLSRUHE
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Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren in Karlsruhe

Praxisnahe Geotechnik, feldgeprüft.

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Die Barockstadt Karlsruhe, 1715 als planmäßige Fächerstadt gegründet, stellt die Geotechnik bis heute vor besondere Aufgaben. Der Hardtwald im Norden und die Rheinaue im Westen markieren extreme bodenmechanische Gegensätze auf kürzester Distanz. Wer im Technologiepark oder in der Oststadt verdichtet, braucht belastbare Kennwerte aus der Felddichtebestimmung vor Ort. Unser Labor führt das Sandkegelverfahren seit Jahren in der Region durch – präzise, normgerecht und mit Gespür für die lokalen Kiese und Sande der Niederterrasse. Gerade bei Aushubüberwachungen im Stadtkreis, wo alte Neckararme den Untergrund durchziehen, lohnt sich der kombinierte Blick auf Verdichtungsgrad und Tragfähigkeit. Die Plattendruckversuch liefert dann das Verformungsmodul, während der Sandkegel die Trockendichte sichert.

Ein Prozent weniger Verdichtung im Rheinkies kann unter Verkehrslast drei Millimeter zusätzliche Setzung pro Jahr bedeuten – das summiert sich auf der Südtangente schnell.

Unsere Leistungsbereiche

Methodik und Umfang

Die DIN 18125-2 legt das Verfahren bundesweit fest, doch in Karlsruhe bekommt sie eine lokale Bedeutung. Die sandigen Kiese der Oberrheinebene neigen bei zu geringer Verdichtung zu Setzungsmulden, die tonigen Auelehme bei Überverdichtung zu Scherfugen. Unser Prüfteam kalibriert den Sand stets mit dem örtlichen Referenzmaterial, weil selbst geringe Kornformunterschiede zwischen Rheinsand und Grubenkies das Ergebnis um zwei Prozentpunkte verschieben können. Die Felddichtebestimmung deckt auf, was der Korngrößenanalyse im Labor vorhersagt, und liefert das Verdichtungsverhältnis DPr direkt an der Einbaustelle. In Durlach mit seinen Lösslehmdecken über Muschelkalk kombinieren wir das Verfahren regelmäßig mit Sondierungen nach SPT, um die Lagerungsdichte tiefenabhängig zu bewerten, bevor der Oberbau beginnt.
Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren in Karlsruhe
Technische Referenz — Karlsruhe

Örtliche Baugrundfaktoren

Der Kontrast zwischen dem gründerzeitlichen Stadtteil Weststadt und dem Gewerbegebiet Rheinhafen könnte kaum größer sein. In der Weststadt treffen wir auf gemischtkörnige Auffüllungen mit Ziegelresten und Bauschutt, die oft ungleichmäßig verdichtet wurden und bei Niederschlag zu lokalem Sacken neigen. Im Rheinhafen dagegen herrschen enggestufte Sande vor, die bei Wassersättigung zur Umlagerung neigen, wenn die Verdichtungsenergie nicht ausreicht. Eine aussagekräftige Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren muss diese kleinräumigen Wechsel erkennen und durch genügend Einzelmessungen statistisch absichern. Wir setzen pro Homogenbereich mindestens fünf Prüfpunkte an und dokumentieren den Wassergehalt parallel, weil schon zwei Prozent Differenz das Verdichtungsverhalten im Oberrheingraben massiv verändern.

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Normativer Rahmen

DIN 18125-2: Baugrund, Untersuchung von Bodenproben – Bestimmung der Dichte des Bodens – Teil 2: Feldversuche (Sandkegelverfahren), ZTV E-StB 17: Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Erdarbeiten im Straßenbau, DIN EN 1997-2: Eurocode 7 – Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik – Teil 2: Erkundung und Untersuchung des Baugrunds

Technische Parameter

ParameterTypischer Wert
NormverfahrenDIN 18125-2 (Sandkegelverfahren)
PrüfkörnungBis 63 mm Größtkorn
Messbereich Trockendichte1,65 bis 2,35 g/cm³ (regionaltypisch)
Erforderliche PrüfflächeMindestens 30 cm Durchmesser, plan
Verdichtungsgrad DPr≥ 97 % (Damm), ≥ 100 % (Tragschicht)
Kalibrierintervall SandVor jeder Messserie mit Referenzzylinder

Gängige Fragen

Was kostet eine Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren in Karlsruhe?

Für eine einzelne Felddichtebestimmung in Karlsruhe und Umgebung liegen die Kosten üblicherweise zwischen €90 und €130 pro Messpunkt. Der Preis hängt von der Anzahl der Prüfpunkte pro Baustelle und der erforderlichen Vorbereitung der Prüffläche ab. Bei Serienmessungen ab zehn Punkten wird die Abrechnung günstiger.

Wann darf das Sandkegelverfahren nicht eingesetzt werden?

Das Verfahren stößt an Grenzen bei Böden mit mehr als 63 mm Größtkorn, stark wasserführenden Schichten oder grobblockigem Fels. In solchen Fällen weichen wir auf das Ausschachtverfahren mit Flüssigkeitsersatz aus. Auch bei beengten Platzverhältnissen in Leitungsgräben mit weniger als 40 cm Breite ist der Sandkegel nicht sinnvoll einsetzbar.

Wie viele Messpunkte sind pro Baufeld erforderlich?

Die ZTV E-StB 17 fordert für homogene Verdichtungsabschnitte einen Prüfraster von 20 m × 20 m, also typischerweise alle 400 m² einen Messpunkt. Bei heterogenem Untergrund, wie er in Karlsruher Auffüllungsbereichen häufig vorkommt, verdichten wir das Raster auf 10 m × 10 m, um lokale Schwachstellen statistisch abzusichern.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Karlsruhe und Umgebung.

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